Arbeiten in der Werkstatt
Eine Puppe zu gestalten, zu brennen und zu bemalen, erfordert Genauigkeit und Geduld, da jeder einzelne Arbeitsgang über das Gelingen entscheidet.

Zuerst werden die einzelnen Porzellankörperteile der Puppe in Gipsformen gegossen. Nach einer Trocknungszeit von ca. 2-3 Stunden werden die Einzelteile vorsichtig aus der Form gelöst und weiter getrocknet.

Stundenlang schleife ich danach am Porzellankopf und schneide Augen- und Mundöffnung aus. Dabei muß ich sehr behutsam arbeiten, denn das Rohporzellan bricht sehr schnell.

Nach dem Brennen des Rohlings und nochmaligem Schleifen bemale ich die Puppe mit Wimpern, Augenbrauen, Lippen sowie die Wangen. Erneut folgt das Brennen des gemalten und gerougten Porzellankopfs nebst Gliedmaßen.

Es sind die schönsten Momente, wenn ich die Puppe montiere und ich ausprobieren kann, welche Augen, Haarfarbe, Frisur und selbstgeschneiderte Kleidung der Puppe am meisten Ausdruckskraft verleihen.

Hier muß alles im Detail stimmen. Porzellanpuppe, Kleidung und Dekoration sollten immer in voller Harmonie sein. Oft sind es nur kleine Details, die eine bestimmte Ausstrahlung noch unterstreichen.

Mein Mann und ich sind immer wieder begeistert von den ausdrucksstarken Porzellanpuppen, die in Kinderaugen besonderen Glanz zu zaubern vermögen, aber auch uns Erwachsenen eine Welt von wunderbaren Geschichten aus unserer Kinderzeit wieder näherzubringen.